FAQs / Häufig gefragt

 

 

GvA Leistungselektronik: Product FAQs

 



Können Thyristoren / Dioden in Parallelschaltung betrieben werden?

Thyristoren bzw. Dioden können in Parallelschaltung betrieben werden. Da es sich hierbei um sogenannte bipolare Bauelemente mit negativem Temperturkoeffizienten handelt, ist es sinnvoll in Durchlassklassen selektierte Thyristoren bzw. Dioden einzusetzen um eine möglichst gleichmäßige Stromaufteilung durch diese zu erhalten. Bei einer harten Parallelschaltung muß es möglich sein die Thyristoren noch nachzünden zu können. Eine Selektion nach Zündeinsetzspannung kann hier sinnvoll sein. Die Stromführung sollte so aufgebaut sein, dass innerhalb der Parallelschaltung die Leitungen gleiche Länge haben.

 

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Serienschaltung von Dioden; was ist zu beachten?

Zur Serienschaltung von Dioden sollten vorzugsweise Avalanchedioden verwendet werden. Avalanchedioden eignen sich durch den steilen Abbruch der Sperrkennlinie besonders in dieser Anwendung. Ab einer bestimmten Leistungsgröße ist es sinnvoll auch Avalanchedioden mit einem Widerstand als statischen Potentialteiler zu beschalten. Die gleichmäßige Aufteilung der Sperrspannung wird innerhalb der Serienschaltung so erzwungen. Zur Symmetrierung der Überspannungsspitze beim Abschalten der Dioden muß jede Diode noch zusätzlich mit einer R-C-Beschaltung beschaltet werden. Auf ungleiche Spannungsaufteilung bedingt durch parasitäre Erdkapazitäten muß gesondert geachtet werden. Bauliche Maßnahmen oder eine zusätzliche Kondensatorbeschaltung können hier Abhilfe schaffen. Durch den Einsatz speziell selektierter Dioden kann der Beschaltungsaufwand signifikant minimiert werden.

 

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Serienschaltung von Thyristoren; was ist zu beachten?

Grundsätzlich müssen Thyristoren, wie auch Dioden, mit einer statischen und dynamischen Beschaltung versehen werden. Zusätzlich ist zu berücksichtigen, dass Thyristoren im Gegensatz zu Dioden durch einen Zündimpuls auf das Gate gezielt eingeschaltet werden können. Es ist von äußerster Wichtigkeit, dass alle Thyristoren innerhalb der Serienschaltung gleichzeitig zünden und damit gleichzeitg einschalten. Wird ein (oder auch mehrere) Thyristoren in der Serienschaltung nicht gezündet, so gehen diese defekt. Eine Notzündeinrichtung unter Verwendung von Kippdioden beseitigt diese Gefahr. Die Kippdiode wird zwischen die Anode des Thyristors und dessen Gate geschaltet. Bei der Versorgung und Ansteuerung der auf hohem Potenzial liegenden Ansteuerelektroniken ist darauf zu achten, dass die erforderlichen Isolationsspannungen und Teilentladungsfestigkeiten sichergestellt sind. Letzteres gilt natürlich auch für den gesamten mechanischen Aufbau der Serienschaltung.

 

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Zündung von Thyristoren; was ist zu beachten?

Thyristoren werden durch einen Zündstrom am Gate des Thyristors gezündet und somit eingeschaltet. Der zur sicheren Zündung erforderliche Zündstrom ist jedoch weit höher als der in den Datenblättern ausgewiesene Zündstrom Igt. Letzterer belegt lediglich, dass der Thyristor zündet und die Spezifikationswerte eingehalten werden. Mit dem in der Anwendung erforderlichen Zündstrom Ig hat dieser Wert jedoch nichts zu tun. Der für eine sichere Zündung erforderliche Zündstrom Ig kann im Datenblatt unter dem Parameter di/dtcr entnommen werden und hat etwa einen fünf fach höheren Wert als der Igt. Ein so gezündeter Thyristor kann auch bei -45°C Umgebungstemperatur und hoher Stromanstiegsgeschwindigkeit di/dt sicher betrieben werden.

 

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